
Der Imkerverein Wiesbaden widmet sich der Zucht und der Pflege der Honigbiene. Darüber hinaus engagieren sich seine Mitglieder für den Erhalt der Natur und des Lebensraumes der Bestäuberinsekten im Bereich der Hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden.
Der Imkerverein Wiesbaden hat eine über 150-jährige Tradition. Der Verein wurde im Jahre 1865 gegründet und hat heute weit über 300 Mitglieder.
Vereinsziele
Der Zweck des Imkervereins Wiesbaden liegt in der Förderung der Bienenzucht im Vereinsgebiet, um einen angemessenen, volkswirtschaftlich erforderlichen Bestand an Bienenvölkern zu erhalten. Um dies zu erreichen, führen wir schwerpunktmäßig folgende Aufgaben durch:
- Anleitung und Beratung der Imker zu einer artgerechten Bienenhaltung
- Förderung des Imkernachwuchses
- Unterstützung und Hilfe der Mitglieder bei der Vorbeugung und Bekämpfung von Bienenkrankheiten
- Wissensvermittlung zu allen imkerlichen Fragen für Interessierte
- Vertretung der Imkerschaft in der Öffentlichkeit und in Gremien
- Durchführung und Unterstützung von Informationsveranstaltungen für Mitglieder und Interessierte
- Förderung und Unterstützung von Umwelt- und Naturschutz
Zahlen und Fakten
In den letzten Jahren erlebt die Imkerei in Deutschland einen ungeahnten Aufschwung. Gerade junge Menschen entdecken dieses schöne Hobby für sich. Viele wollen auf diese Weise einen Beitrag zu einer gesunden Umwelt leisten, denn Honigbienen und alle anderen Bestäuberinsekten spielen in der Natur eine wichtige Rolle.
Der Imkerverein Wiesbaden ist, was die Mitgliederentwicklung betrifft, erstaunlich dynamisch. Innerhalb von wenigen Jahren hat sich die Zahl der dem Verein angehörenden Mitglieder mehr als verdreifacht. Rund ein Drittel aller Mitglieder sind Frauen.
In der Landeshauptstadt wurden 2020 rund 1.400 Bienenvölker von 320 Imkerinnen und Imkern gepflegt. Gerade wegen der hohen Bienenvölkerzahl legt der Verein einen großen Wert auf die Bienengesundheit. Schulungen und eine intensive Betreuung durch unsere Bienenberater sollen die Krankheits- und Seuchengefahr möglichst niedrig halten.
Geschichte des Vereins
Honig und Wachs waren über viele Jahrtausende hinweg begehrte Produkte und machten die Imker zu angesehenen und oft auch reichen Bürgern. Nur mit ihrer Hilfe war es möglich, Speisen zu süßen und vor allem Licht in die Dunkelheit zu bringen. Mit der Erfindung industriell hergestellter Süßungsmittel wie Rübenzucker und des elektrischen Lichtes wurde Wachs und Honig mehr und mehr zu „Nischenprodukten“. Geblieben ist aber die Bedeutung der Imkerei für Natur und Landwirtschaft. Ohne Bestäubung keine Ernte!
Eine statistische Erhebung aus dem Jahr 1885, veröffentlicht im Wochenblatt des Vereins nassauischer Land- und Forstwirthe, war der Auslöser für die Vereinsgründung. Die Gründungsversammlung fand am 9. November 1865 in Wiesbaden statt. Im Vorstand wirkte als Vereinspräsident der Pfarrer Eduard Dern mit.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verein in Imkerverein Wiesbaden umbenannt. In der Jubiläumsschrift zum 125-jährigen Bestehen wird ein Mitgliederstand von rund 100 Imkerinnen und Imkern genannt, die rund 1.100 Völker betreuten. Im Jubiläumsjahr 2015 hatte der Verein bereits mehr als 170 Mitglieder – heute sind es weit über 300.
Und wo liegt die Zukunft des Imkervereins Wiesbaden? Auch in den nächsten Jahren werden wir unsere Mitglieder informieren, wie und unter welchen Bedingungen wir Bienen erfolgreich pflegen, welche Risiken es für unsere Völker gibt und wie wir diesen am besten begegnen.
FAQ
Wann wurde der Imkerverein Wiesbaden gegründet?
Der Imkerverein Wiesbaden e.V. wurde am 9. November 1865 gegründet und ist damit einer der ältesten Imkervereine Deutschlands.
Wie viele Mitglieder hat der Imkerverein Wiesbaden?
Der Verein hat heute weit über 300 Mitglieder, davon rund ein Drittel Frauen.
Wie viele Bienenvölker gibt es in Wiesbaden?
Im Jahr 2020 wurden rund 1.400 Bienenvölker von 320 vereinsangehörigen Imkerinnen und Imkern gepflegt.
