Honig entsteht, indem Bienen Nektariensäfte oder auch andere süße Säfte an lebenden Pflanzen aufnehmen, mit körpereigenen Stoffen anreichern, in ihrem Körper verändern, in Waben speichern und dort reifen lassen. Die Hauptquelle ist der Nektar von Blütenpflanzen.
Die Biene saugt den Nektar oder Honigtau über ihren Rüssel auf. In der Honigblase wird dieser dann in den Bienenstock transportiert. Dort wird der zuckerhaltige Saft an die Stockbienen weitergegeben, die ihn im Laufe der Zeit mehrfach umtragen. Dabei gelangen Säuren, Enzyme und sonstige Eiweiße aus der Biene in den Nektar und bewirken eine Invertierung der Saccharose, Isomerisierung von Glucose zu Fructose und die Bildung höherer Saccharide. Außerdem entstehen sogenannte Inhibine, die das Wachstum von Hefen und Bakterien hemmen.
Die Reduzierung des Wassergehalts erfolgt in zwei Schritten: Zuerst wird ein Tropfen Nektar über den Rüssel mehrfach herausgelassen und wieder eingesaugt. Danach wird der eingedickte Nektar in leeren Wabenzellen ausgebreitet, um eine möglichst große Verdunstungsfläche zu erzeugen. Die weitere Verdunstung des Wassers wird durch Fächeln mit den Flügeln beschleunigt. Schließlich wird ein Wassergehalt von unter 20 %, meist 18 % oder sogar noch geringer, erreicht.
Der jetzt fertige Honig wird noch einmal umgetragen und in Lagerzellen über dem Brutnest eingelagert, wobei er mit einer luftundurchlässigen Wachsschicht überzogen wird. Imker bezeichnen diesen Vorgang als Verdeckeln – er ist für sie das Zeichen, dass der Honig reif ist und geerntet werden kann.
Honig entsteht generell erst dann, wenn eine ausreichende Menge pro Zeiteinheit von den Sammelbienen in den Bienenstock heimgebracht wird – der Imker spricht dann von einer Blüten- oder Honigtautracht.
Quelle: Wikipedia.de
- Rezepte und weitere Informationen:
→ https://honigivan.de/ - Wie Bienen Honig machen – erklärt von der Sendung mit der Maus:
→ https://www.youtube.com/watch?v=rrloSlQx3AU
FAQ
Wie lange dauert es, bis Honig reif ist?
Die Bienen trocknen den Honig durch Fächeln, bis der Wassergehalt unter 20 % liegt (DIB-Qualitätsstandard: 18 %). Erst dann wird er mit Wachs verdeckelt und gilt als reif.
Was ist der Unterschied zwischen Blütenhonig und Waldhonig?
Blütenhonig entsteht aus dem Nektar von Blütenpflanzen, Waldhonig (Tannenhonig) aus Honigtau – den Ausscheidungen von Blatt- und Rindenläusen auf Nadelbäumen.
Warum kristallisiert Honig aus?
Das Auskristallisieren ist ein natürlicher Prozess und ein Qualitätsmerkmal – er zeigt, dass der Honig nicht erhitzt oder stark verarbeitet wurde.
