Gefährdung durch die Asiatische Hornisse Vespa velutina nigrithorax
Die invasive Art Asiatische Hornisse oder Asiatische Gelbfußhornisse Vespa velutina nigrithorax ist seit 2023 auch in Wiesbaden angekommen und verbreitet sich.
Bislang gibt es noch keine verlässlichen Daten darüber, wie sich die Asiatische Hornisse auf unsere Umwelt auswirkt. In Frankreich und Spanien wurde der negativer Einfluss auf die Imkerei und die Honigproduktion bei großer Nestdichte nachgewiesen. Unklar ist noch, welche Folgen das Bejagen von Wildbienen für die Artenvielfalt hat. Auch wissen wir noch nicht genau, wie stark die Asiatische Hornisse die Bestäubung beeinträchtigt, wenn sie Honigbienen und Wildbienen jagt und stört. Ebenso fehlen genaue Zahlen zu den Schäden, die sie in Obst- und Weinanbau durch Fraß verursacht. Auch über mögliche Gesundheitsrisiken durch ihre Stiche im Vergleich zu Bienen- oder Wespenstichen gibt es noch keine medizinischen Studien.
Hinweise und Erfahrungsberichte deuten jedoch darauf hin, dass die Asiatische Hornisse in allen diesen Bereichen deutlich größere negative Auswirkungen hat als einheimische Arten.
Deshalb bitten wir um Mithilfe beim Finden und Melden von Nestern der Asiatischen Hornisse. Durch die Verteidigungsbereitschaft der Asiatischen Hornissen in Nestnähe und die Verwechslungsgefahr mit anderen Arten bitte JEDES Nest mit Bild melden und NIE versuchen, ein Nest selbst zu zerstören!
Die invasive Art Asiatische Hornisse muss von der einheimischen, nach Bundesartenschutzverordnung „Besonders geschützten Art“ Europäische Hornisse Vespa crabro und anderen heimischen Arten unterschieden werden. Das Töten und Verletzen von Individuen und das Stören der Nester ist streng verboten und kann zu erheblichen Bußgeldern führen.
Die Unterschiede der beiden Hornissenarten sind mit ein bisschen Übung gut zu sehen:

Bitte melden Sie alle Nester immer mit Bild eines Tieres an das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie : Meldeportal HLNUG
Wir möchten darum bitten, die Meldung von Nestern in Wiesbaden auch in der gleichen Form (mit Bild mit Tier) zu erhalten, um einen Überblick über die Verbreitung zu bekommen : info@imkerverein-wiesbaden.de .
Eine Meldung ist zusätzlich auch an wespenberatung@wiesbaden.de möglich.
Wie gefährlich ist ein Stich der Asiatischen Hornisse? Die Einschätzungen gehen auseinander: Manche Quellen sprechen von „genauso schmerzhaft und gefährlich wie ein Bienen- oder Wespenstich“, andere von „erheblich gefährlicher“. Hornissen können wie Wespen mehrmals stechen und sterben nicht nach dem ersten Stich wie Honigbienen. In der Nähe ihres Nestes verteidigen Asiatische Hornissen ihr Zuhause sehr aggressiv. Bei einer Bedrohung bleibt es daher meist nicht bei einem Stich, sondern es folgen oft mehrere.
Durch den viel längeren Stachel und die Fähigkeit, Gift auf die Augen des „Angreifers“ zu spritzen, genügt auch Imkerkleidung nicht als Schutz. Wir Imker werden keine Nester der Asiatischen Hornissen zerstören können, dafür braucht es Spezialisten und und spezielle Ausrüstung. Auch nach Meldung an das HLNUG erfolgt eine Nestentfernung erst nach einer Gefahren-Kosten-Nutzen-Abwägung.
Weitere Informationen für Hessen finden Sie auf der Seite des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie HLNUG – Hornisse und auf den Seiten der Stadt Wiesbaden www.wiesbaden.de Asiatische Hornisse, sowie den Kontakt zur Bienen-, Wespen- und Hornissenschutz – Beratung. Weitere Informationen stellt der Landesverband Hesischer Imker zur Verfügung. Informationsmaterial und Bilder und die Meldeplattform für Baden Württemberg finden Sie unter Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim.